Das Aktionsbündnis "MV Rauchfrei" ist ein Zusammenschluss von Institutionen aus den Bereichen der Politik, Bildung, Forschung, Medizin, Wirtschaft u.a. unter Schirmherrschaft der Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Oberstes Anliegen aller Aktivitäten des Aktionsbündnisses ist die Verminderung der Gesundheitsgefährdungen durch das Tabakrauchen in Mecklenburg-Vorpommern.
Mit der Initiierung regionaler und landesweiter Projekte bzw. der schwerpunktmäßigen Umsetzung bundesweiter Projekte werden vor allem folgende Zielstellungen verfolgt:
Gründungserklärung des Aktionsbündnisses "MV Rauchfrei" vom 29. März 2001
Obwohl Tabak mit vier Jahrhunderten Kulturgeschichte in Europa eine verhältnismäßig junge Droge ist, haben der Konsum und die dadurch verursachten gesundheitlichen Schaden ein bedrohliches Ausmaß angenommen. Keine andere Genussdroge ist so in die täglichen Lebenswelten der Bevölkerung integriert, wie Tabak.
Im Jahr 2020 wird Tabakkonsum weltweit die wichtigste vermeidbare Ursache für Krankheit und Tod sein; er wird voraussichtlich jährlich 10 Mio. Menschen töten. In Deutschland sind schon jetzt jährlich ca. 110.000 tabakbedingte Todesfälle zu beklagen.
Trotzdem ist Tabak die Droge, die am weitesten sozial toleriert wird und auch heute noch mit einem großen positiven Image besetzt ist. Das Rauchen hat als Krankheit in alle entsprechenden Klassifikationen Eingang gefunden, doch werden Folgeschäden noch immer verharmlost, da sie häufig erst nach 20jahrigem Konsum auftreten, dann jedoch meist nicht mehr reparabel sind.
Allen Warnungen zum Trotz nimmt das Rauchen zu. Bereits im Kindesalter wird zur Zigarette gegriffen, Tabak ist eine Gruppendroge, Rauchen wird von Frauen als Symbol der Freiheit und Gleichberechtigung empfunden.
Die bisherigen Maßnahmen der öffentlichen Diskussion um die schädlichen Auswirkungen des Tabakrauchens, die Durchsetzung bestehender gesetzlicher Regelungen und der Nichtraucherschutz werden immer noch nicht ernst genommen. Anti-Raucher-Programme und Rehabilitationsangebote sind nur sporadisch vorhanden.
Um dazu beizutragen, dass sich hier etwas ändert, haben sich die unterzeichnenden Organisationen, Institute und Personen zu einem Aktionsbündnis "MV Rauchfrei" zusammengeschlossen.
Gemeinsam stellen sich die Mitglieder dieses Aktionsbündnisses der Aufgabe, das Selbstverständnis des Rauchens als ein gesellschaftlich allgemein akzeptiertes Verhalten und den Stellenwert, den das Rauchen bei vielen Menschen genießt, zu hinterfragen.
Dabei soll festgestellt werden, warum immer früher mit dem Rauchen begonnen wird, welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden müssen und wie sie durchgesetzt werden können.
Besorgniserregend ist auch die Zunahme des Rauchens unter Frauen. Es darf davon ausgegangen werden, dass Folgeschäden des Rauchens bei Frauen erheblich zugenommen haben und weiterhin zunehmen werden. Eine besondere Problematik besteht dabei auch in der Schwangerschaft.
Ziele des Aktionsbündnisses sind: